Wie es bei mir begann...

Irgendwann im Herbst 1997 habe ich ( Ralf, mittlerweile 40) in der aktuellen Stunde einen kurzen Veranstaltungshinweis über eine Irische Tanzformation gesehen, die in Oberhausen auftreten sollte. Der war leider so kurz, daß ich mir den Namen nicht merken konnte, aber der kurze Ausschnitt hat mich elektrisiert und ich habe mir gesagt, das will ich auch einmal sehen.
Eine Woche später sagte mir dann ein Arbeitskollege, seine Eltern wären bei so einer Show in Oberhausen gewesen und wären völlig begeistert. Der Name? Riverdance oder so ähnlich.. nie gehört!! Dann habe ich angefangen, im Internet zu suchen, nach Riverdance, Arena, usw. ...Wochen vergingen, und die Sache geriet etwas in Vergessenheit...Dann, ich weiss gar nicht mehr wie, habe ich wiederum erfahren, daß im Februar oder März 98 widerum in der Arena eine Irische Truppe auftreten sollte! Also flugs in Oberhausen angerufen. Ja, dort würd Lord of the Dance aufgeführt!!  Lord of the Dance?? Was ist denn das nun wieder?? Irisch? ist das denn gut?? Ja, die wären sehr gut...und die Preise? von 59 bis 170  *grrmmpf*  soo teuer?? welche kann man denn bekommen?  leider nur noch ab 125 DM, die anderen sind schon verkauft, und sie gastieren auch nur 3 oder 4 Tage! Und Freitag und Samstag sind schon ausverkauft..  Mist..also hab ich mit meinem Kollegen gesprochen, ob wir uns das denn für 125 Mark je Nase antuen sollten.. Letztendlich, wir haben es getan, und sind dann Donnerstag abend voller Erwartung und mit guter Stimmung nach Oberhausen gefahren.  Ich bin vorher noch nie auf so einer Veranstaltung gewesen (jaa, früher mal AC/DC oder Ted Nugent), und die Atmosphäre fand ich schon ganz ansprechend. Wir suchten unsere Plätze, Reihe 16 im Innenraum vor der Bühne, das war schon gar nicht so schlecht. Und pünktlich um 8 Uhr begann es dann.......Was soll ich sagen, es war einfach fantastisch!!! 20 Minuten standing Ovations, mir taten schon Hände und Arme weh vom Applaudieren, aber wir waren hellauf begeistert!!! Nie werde ich das vergessen, es war wie in einem schönen Traum, aus dem man gar nicht mehr erwachen will!

Das war der Beginn einer Leidenschaft, die mich bis jetzt nicht wieder losgelassen hat! Später habe ich Riverdance gesehen, anders, aber auch fantastisch! Dann nochmal LotD (Abkürzung für Lord of the Dance), diesmal ohne Michael Flatley, den Macher, Choreografen und Startänzer der Truppe; in Dortmund. Und wieder war es super, aber ein Ersatzmann für Michael Flatley?? Er war schon gut, aber eben kein Flatley! Dieser Michael Flatley hat übrigens, wie ich später erfahren habe, Riverdance mit aufgebaut und zum Erfolg geführt! Lange Zeit war er dort an der Seite von Jean Butler, der Solotänzerin, ein gefeierter Star (Jean natürlich auch!)  Mehr Info´s über die Shows und deren Besetzungen folgen auf den Infoseiten... ;-)  Wiederum habe ich dann Riverdance gesehen, und es zog mich immer mehr in seinen magischen Bann! Riverdance und LotD unterscheiden sich eigentlich in Story und Gestaltung der Show. Riverdance erzählt die Geschichte der irischen Auswanderer, die während der großen Hungersnot Irland verlassen haben und in Amerika eine neue Heimat fanden! Es ist eine schöne, getragene Story, die seit ihrer Uraufführung in Irland viele (positive) Veränderungen erfahren hat. LotD dagegen konzentriert sich überwiegend auf den Tanz, allerdings etwas mehr auf (tolle!!) Show-Effekte ausgelegt und im ganzen vielleicht etwas fetziger. Dort wird die Geschichte vom Lord of the Dance (im irischen ist das Gott) gegen das Böse, den Dark Lord, erzählt. Also der alte Kampf Gut gegen Böse, aber spektakulär und mitreissend. Ach ja, wichtiger Bestandteil beider Shows sind fantastische Live-Musiker, die allem den letzten Pfiff geben!!   Mittlerweile bin ich bei 5 mal LotD und 4 mal Riverdance gewesen, es fehlt also noch etwas zum Ausgleich ;-)))

Und weiter??   Irgendwann bekam ich eines dieser Stadtmagazine in einer Gaststätte in die Hände, den Coolibri, der im Ruhrgebiet verbreitet ist. Zufällig las ich da, das ein Studio in Essen demnächst Workshops für Riverdance anbieten wird!!  Waas?? Riverdance???  WO ist das, was kost das, wer kann da mitmachen?? Also angerufen...  und eines Sonntags im Dezember 1998 stand ich dann mit einer Arbeitskollegin in Essen im Studio Scala11 inmitten von ca. 30 Leuten. Und dann ging es los...3,5 Stunden lang. Die Dozentin, Sabine Nettler, begann mit Aufwärmübungen und hat vorweg erst einmal alle Ihrer Schuhe beraubt... *g* was sich als sinnvoll erweisen sollte.. Sie führte uns durch viele Schritte, Hopser, Sprünge (wie soll man sich die nur alle merken??), und am Ende kam sogar ein kleiner Tanz dabei heraus!!! Begeisterung in allen roten Gesichtern!! Dabei hat Sabine nur einen Querschnitt dessen gezeigt, was später in den Kursen gründlich erarbeitet werden sollte! Ich war zwar fertig wie ein Plätzchen, aber für mich stand fest: Das macht sogar mir als absolutem Tanzmuffel soviel Spass, ich möchte weitermachen!  Tja, und seitdem bin ich dabei und kann es immer kaum erwarten, bis es wieder soweit ist. Das war dann im Januar soweit und bislang haben wir dort 3 Kurse, und es ist kaum jemand ausgestiegen, eher wird ein weiterer hinzukommen! Und dann der Tag, als die bestellten Hardshoes endlich kamen und wir zum erstenmale klappern konnten! Die ersten, wackeligen Schritte ;-))  Und am letzten Wochenende durften wir sogar im Grugapark im Rahmen einer Werkschau (so etwas wie ein Tag der offenen Tür) der Öffentlichkeit zeigen, was wir gelernt haben! Mensch, waren wir alle nervös! Aber als es vollbracht war und ca. 800 Leute, die zugesehen hatten, mit ihrem Applaus nicht geizten, hat man nur noch strahlende Gesichter gesehen!! Ein schöner Tag für alle, und, wie wir alle glauben, auch für unsere Dozentin, Sabine, die danach von uns als Dankeschön für ihre lockere, humorvolle und mit viel menschlicher Wärme durchgeführten Arbeit ein Sträusschen bekam !!

 Nocheinmal Dankeschön, Sabine :-)))                weiter